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Deutschland und Kanada: Bilaterale Beziehungen

21.02.2020 - Artikel

Die deutsch-kanadischen Beziehungen beruhen auf gemeinsamen Wertvor­stellungen und Grundüberzeugungen.

Politisch zeichnen sich die bilateralen Beziehungen durch eine aktive Zusammenarbeit in internationalen Gremien und das Engagement zum Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung aus, u.a. bei den Themen Sicherheit und Abrüstung, Menschenrechte und humanitäre Unterstützung. Kanada ist enger Partner des deutschen Engagements zum Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung.

Der bilaterale Handel - und auch der Warenaustausch mit der EU insgesamt - hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Entscheidend beigetragen hat hierzu vermutlich auch das umfassende EU-kanadische Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), das seit dem 21.09.2017 vorläufig angewendet wird.

In der Wissenschaftszusammenarbeit ist Kanada einer der bedeutendsten Partner für Deutschland weltweit. Seit der Unterzeichnung des deutsch-kanadischen Abkommens über wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit 1971 wurden mehr als 1.000 bilaterale Kooperationen zwischen deutschen und kanadischen Forschungs- und Mittlerorganisationen, Universitäten und dem privaten Sektor etabliert. Aktuelle Forschungs­schwerpunkte der Kooperationen umfassen natürliche Ressourcen, Energie, Umwelt, einschließlich Arktis und Ozeane, moderne Fertigungstechnologien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien mit Schwerpunkt auf den Themen Künstliche Intelligenz und Gesundheitsforschung.

Dank des Youth Mobility Agreement (YMA) zwischen Deutschland und Kanada können junge Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren für bis zu zwölf Monate im jeweils anderen Land leben und dabei Arbeitserfahrung sammeln, reisen und Einblicke in Kultur und Gesellschaft erhalten.

In Zeiten der deutschen Teilung, der Berlin-Blockade und der Teilung Europas durch den Eisernen Vorhang demonstrierte Kanada seine Solidarität mit der Bundesrepublik Deutschland und hatte seit Ende des zweiten Weltkriegs bis 1993 rotierend insgesamt mehr als 300.000 Soldaten in Deutschland stationiert.


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