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Toronto German language student reports on his four week trip to Germany

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Toronto High School and German language student Kieran Kreidié-Akazaki in Hochberg, Bayern, Germany
Toronto High School and German language student Kieran Kreidié-Akazaki in Hochberg, Bayern, Germany© Kieran Kreidié-Akazaki

In April 2015, Toronto High School and German language student Kieran Kreidié-Akazaki won the first prize of the Ontario High School German Language contest. Together with hundreds of other German language students from all over the world Kieran travelled four weeks through Germany on invitation by the German Pedagogic Exchange Service.

"Der Morgen des 11. April war kalt. Der Frühling hatte dieses Jahr ein bisschen spät begonnen, und ich brauchte eine Jacke für den Weg zu Harbord Collegiate. Nach einigen Testen und einem Interview kam der Oberschule Deutschwettbewerb Ontarios zu Ende, und ich habe gelernt, dass ich am diesen Tag Glück hatte weil ich den besten Preis gewann: eine Reise nach Deutschland mit dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD)!

Ich war vorher nie nach Deutschland gereist, also ich wusste gar nicht, was ich erwarten sollte. Die Reise würde auch ein Monat dauern, und ich war nie vorher für so viel Zeit so weit weg von meiner Familie gewesen. Ich hatte auch Deutsch seit nur zwei Jahren gelernt, und ich war gar nicht sicher, dass ich in Deutschland ein Monat mit einer Fremdsprache überleben könnte.

Nach zwei Monaten war ich in einem Flugzeug nach Deutschland, und ich habe im Flughafen Düsseldorfs die andere Leute von meiner Gruppe getroffen. Es gab acht Gruppen, die die gleiche PAD-Reise machten, und jede Gruppe hatte 14 Mitglieder. Meine Mitreisende kamen aus Brasilien, Israel, Mauritius, Polen, Schweden und (natürlich) aus Kanada!

Unser erste Aufenthalt dauerte fünf Tagen in Bonn. Ich fand, dass Bonn eine sehr schöne Stadt war, und ein bisschen wie Ottawa. Hier haben wir den Bonner Münster gesehen, die Universität Bonn besucht und das Haus der Geschichte untersucht. Wir haben auch zwei Ausflügen gemacht, zuerst nach Köln – eine Stadt, die mir sehr viel gefallen hat – und nach Königswinter, in den Siebengebirgen zu wandern. Am letzten Abend hatten wir einen internationalen Abend, an dem die Leute jedes Lands eine Präsentation über ihre Heimat machen mussten.

Nach diesen fünf kurzen Tagen ist jede Gruppe nach einer Kleinstadt im Süden gefahren, bei einer Gastfamilie für zwei Wochen zu wohnen. Meine Gruppe ist nach Traunstein, eine schöne Kleinstadt, die südöstlich von München ist, gefahren. Unsere Gastfamilien haben uns am Bahnhof getroffen. Meine Gastfamilien (ich hatte zwei Gastfamilien) waren beide sehr nett und sehr fürsorglich, und ich habe bei ihnen sehr gern gewohnt. Ich fand Traunstein sehr interessant, weil ich nie in eine Kleinstadt gewohnt habe. Traunstein hat 20.000 Einwohner und Toronto hat 2,8 Millionen, also das Leben da war sehr anders – und nicht so hektisch!

Während diesen zwei Wochen in Traunstein haben wir viel gemacht. Vormittags waren wir in der Schule und Nachmittags waren wir fast immer bei unseren Gastgeschwistern. Manchmal hatten die Austauschschüler auch besondere Unterrichten – über die Kultur Bayerns, die Sprache Bayerns oder die Geschichte Deutschlands gehabt – aber normalerweise hatten wir normale Unterrichten mit unseren Gastgeschwistern. Ich fand die Unterrichten in Deutschland sehr anders als in Kanada, aber das komischste für mich war, dass die Schule um 12.45 endete. Bei uns ist es gar nicht so!

Ich habe auch einige Ausflügen gemacht – nach Salzburg und nach Berchtesgaden mit der Gruppe, und nach München, Herrenchiemsee und in die Alpen mit meiner Gastfamilie. Traunstein ist eine Kleinstadt, aber es gibt so viele interessante Sachen und Orten, die so nah sind – sehr anders als in Kanada, wo alles sehr weit ist! Ich fand Salzburg ganz toll, und ich fand es auch sehr interessant, dass wir sind die Grenze zwischen Deutschland und Österreich wegen der Europäischen Union so einfach übergegangen – gar nicht wie die Grenze zwischen Kanada und Amerika!

Nach zwei tollen Wochen mussten wir „Auf Wiedersehen“ unseren Gastfamilien gesagt, und wir sind nach Hamburg gefahren. Vor dieser Reise wusste ich fast gar nichts über Hamburg – nur, dass es einen wichtigen Hafen hatte. Aber ich fand es eine sehr schöne und interessante Stadt. Wir haben einen Stadtrundgang und einen Hafenrundfahrt gemacht, wir haben ein Musical gesehen und wir sind zum Miniaturwunderland (ein Modelleisenbahnmuseum), zur Kunsthalle und nach dem Meer gegangen.

Alle fühlten, dass fünf Tagen in Hamburg zu wenig waren. Aber jeder freute sich auf der nächsten und letzten Stadt, die wir besuchen wurden: Berlin! Für mich war Berlin bestimmt das Highlight der Reise, weil es so viele faszinierende Museen und Sehenswürdigkeiten dort gab. Wir haben das Maximum mögliches gemacht – einen großen Stadtrundfahrt, Museumsbesuchen, einen Ausflug nach Potsdam und viel, viel mehr. Ich fand, dass Berlin ein bisschen wie London war – sehr modern, kosmopolitisch und dynamisch aber trotzdem mit vieler Geschichte. Es gibt in Berlin so viel – zu viel in die sechs kurzen Tagen, die wir da hatten – um zu sehen, und ich möchte sehr gern nochmal nach Berlin reisen.

Aber alles muss eigentlich zu Ende kommen. Der Monat fühlte am Anfang zu lang aber am Ende sagte jeder, dass die Reise zu kurz war. Am letzten Tag waren wir alle unglaublich traurig „Auf Wiedersehen“ unseren neuen Freunden und Freundinnen um zu sagen. Zusammen hatten wir so viel getan, gesehen und gelernt, aber wir werden unseren fantastischen Monat in Deutschland nie vergessen.

Die Reise war ansträngend. Jeder Tag hat früh – manchmal vor 8 Uhr – angefangen, und wir sind oft nach der Mittenacht zurück zum Hotel wiederangekommen. Wir konnten (und durften) nicht so viel schlafen. Aber das war wirklich kein Problem. Es war ansträngend, weil wir jeder Tag so viele tolle Sachen taten. Ein der Sachen, die ich am liebsten mochte, war, dass wir ein bisschen Freiheit hatten, was wir machen wollten um zu wählen. In Berlin und Hamburg durften wir zum Beispiel welche Museen wir besuchen mochten wählen.

Ich fühle jetzt, dass ich eine bessere Verständnis von Deutschland, von der Deutschen Kultur und von der Deutschen Sprache habe. Ich werde diese Reise und die Leute, die ich getroffen habe, nie vergessen. Es war wirklich die Reise eines Lebens."

– Kieran Kreidié-Akazaki –
Grade 11, University of Toronto Schools

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