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Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher

08.11.2019 - Artikel

Seit dem 01.01.2000 haben zahlreiche Deutsche die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 25 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) verloren, da sie nicht rechtzeitig vor dem Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit eine Beibehaltungsgenehmigung beantragt und erhalten haben.

In den Fällen, in denen ein gebürtiger Deutscher nach dem 01.01.2000 durch den Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß § 25 StAG verloren  hat, ist eine Wiedereinbürgerung nach § 13 StAG möglich. Voraussetzung hierfür ist u.a., dass dem Antragsteller bei rechtzeitigem Antrag eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt worden wäre und die für die Erteilung einer Beibehaltungsgenehmigung erforderlichen Bindungen an Deutschland auch heute weiterhin bestehen. 

Zu den Einbürgerungsvoraussetzungen gehören unter anderem gute Deutschkenntnisse, enge Bindungen an Deutschland, die Sicherung des Lebensunterhalts sowie Straffreiheit.

Vorzulegende Unterlagen (je 2fach):

  • Antragsformular, vollständig ausgefüllt und unterschrieben (Antragsformular s. unten)
  • Ihre Geburtsurkunde
  • falls Sie verheiratet sind: Ihre Heiratsurkunde
  • gegebenenfalls ein Nachweis darüber, welchen Namen Sie nach einer Scheidung führen
  • Zeugnisse über Ihren schulischen (universitären) und beruflichen Werdegang
  • ein von Ihnen in deutscher Sprache verfasster ausführlicher Lebenslauf
  • Kopien der Datenseiten Ihres aktuell gültigen kanadischen Reisepasses
  • Kopie der kanadischen Einbürgerungsurkunde
  • Nachweis(e) zum früheren Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit (z. B. abgelaufener deutscher Pass, Einziehungsbescheid o.ä.)
  • Nachweise zu Ihren Bindungen an Deutschland
  • Nachweise zu Ihren Einkommensverhältnissen beziehungsweise Vermögensverhältnissen (Nachweis der Unterhaltsfähigkeit)

Der Antrag muss beim Generalkonsulat in Toronto eingereicht werden, eine Einreichung des Antrags beim Generalkonsulat in Vancouver oder bei einem Honorarkonsuln ist nicht möglich.

Sie können den Antrag persönlich beim Generalkonsulat einreichen. Vereinbaren Sie hierfür bitte einen Termin über unser Terminvereinbarungssystem (Link s.u.). Wenn Sie den Antrag persönlich einreichen bringen Sie bitte das ausgefüllte Antragsformular (2fach) sowie alle Originale der oben aufgeführten Dokumente mit jeweils 2 einfachen Kopien mit. Die Kopien müssen nicht beglaubigt sein, die Beglaubigung erfolgt bei der Vorsprache durch Mitarbeiter des Generalkonsulats.

Sie können den Antrag auch schriftlich einreichen. In diesem Fall muss  Ihre Unterschrift auf den beiden Antragsformularen sowie jeweils eine Kopie der mit übersandten Dokumente von einer deutschen Behörde oder von einem kanadischen Notar (notary public/notaire) beglaubigt sein. Die Beglaubigung der Unterschrift bzw. Fotokopien durch einen Commissioner of Oaths oder eine andere Stelle wie z. B. eine Bank ist nicht ausreichend! Bitte übersenden Sie zusätzlich zu den beglaubigten Kopien von jedem Dokument eine weitere einfache, d. h. unbeglaubigte Kopie. Bitte übersenden Sie Ihre Unterlagen an das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, Rechts- und Konsularabeteilung, 2 Bloor Street East, 25th Floor, Toronto, ON M4W 1A8.

Von Unterlagen, die nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst sind, muss  zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche vorgelegt werden.

Das Generalkonsulat wird den Antrag an die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde, nämlich das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln, weiterleiten. Aufgrund der großen Anzahl der dort eingehenden Anträge müssen Sie mit einer Bearbeitungsdauer von bis zu 5 Jahren rechnen. Es ist durchaus möglich, dass das BVA weitere Unterlagen von Ihnen anfordert. Regelmäßig wird am Ende des Prozesses ein aktuelles Führungszeugnis aus Ihrem Aufenthaltsstaat verlangt. Bitte reichen Sie dies aber erst ein, wenn das Generalkonsulat bzw. das BVA Sie dazu auffordert.

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