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Namenserklärung für ein volljähriges Kind

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Sie sind volljährig und führen für den deutschen Rechtsbereich noch keinen Namen?

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Freunde© picture-alliance/MAXPPP

Übersicht

Sie sind ab dem 01.09.1986 geboren, Ihre Eltern waren bei Ihrer Geburt verheiratet, und führen nach wie vor keinen gemeinsamen Familiennamen? Wenn Sie Ihren ersten deutschen Reisepass erst jetzt beantragen und für Sie in der Vergangenheit nie eine Namenserklärung abgegeben wurde, führen Sie nach deutschem Recht noch gar keinen Namen. Der in Ihrer ausländischen Geburtsurkunde eingetragene Nachname ist nicht beachtlich. Bevor Sie den deutschen Reisepass beantragen, müssen Sie eine Namenserklärung abgeben.

Wenn Sie außerhalb einer Ehe geboren wurden, dann führen Sie zunächst automatisch den Namen, den Ihre Mutter im Zeitpunkt Ihrer Geburt führte, auch wenn in Ihrer ausländischen Geburtsurkunde ein anderer Namen steht. Ist für Sie in einem solchen Fall bis zu Ihrem 18. Geburtstag keine abweichende Namenserklärung abgegeben worden, ist eine Namensänderung heute nicht mehr möglich.

Sollte sich in der Zwischenzeit der Name Ihrer Mutter geändert haben, können Sie sich dieser Namensänderung unter Umständen anschließen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Auslandsvertretung.

Aufgrund der Komplexität des deutschen Namensrechts sollten Sie in Zweifelsfällen unbedingt vorab mit dem Generalkonsulat Kontakt aufnehmen um zu klären, ob in Ihrem Fall eine Namenserklärung notwendig oder der von Ihnen gewünschte Name möglich ist.

Erforderliche Unterlagen

(müssen jeweils im Original mit jeweils 2 Kopien* vorgelegt werden)

Bitte beachten Sie: es handelt sich bei der folgenden Aufstellung um Dokumente, die in den Routinefällen vorgelegt werden müssen. In individuellen Fällen kann die Vorlage zusätzlicher Unterlagen durch die zuständige Auslandsvertretung oder anschließend durch das zuständige Standesamt verlangt werden.

  • Ausgefülltes Formular, noch nicht unterschrieben
    Formular: Erklärung zur Namensführung eines volljährigen Kindes PDF / 296 KB
  • Geburtsurkunde (bei Geburt in Kanada: "long form"/"registration of life birth", ausgestellt von der jeweiligen Provinz)
  • Gültiger (ggf. ausländischer) Reisepass des Antragstellers
  • falls Antragsteller nicht die kanadische Staatsangehörigkeit besitzt: Permanent Resident Card oder Visum
  • Geburtsurkunden beider Elternteile (bei Geburt in Kanada: "long form"/"registration of life birth", ausgestellt von der jeweiligen Provinz)
  • Zuletzt ausgestellte Reisepässe beider Eltern; ggf. zusätzlich der Reisepass des deutschen Elternteils, der vor Geburt des Kindes ausgestellt wurde und im Zeitpunkt der Geburt gültig war
  • Offizielle Heiratsurkunde der Eltern (bei Heirat in Kanada: "long form", ausgestellt von der jeweiligen Provinz; Heiratsurkunden, die von einer religiösen Institution ausgestellt wurden, sowie der Nachweis der "solemnization of marriage", edn die Eheleute direkt bei Eheschließung erhalten, werden nicht anerkannt)
  • ggf. Nachweis über die Auflösung der Ehe der Eltern oder die Auflösung von Vorehen (z.B. Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten)
  • Falls der deutsche Elternteil in Deutschland eingebürgert wurde: deutsche Einbürgerungsurkunde
  • Falls der deutsche Elternteil in Kanada eingebürgert wurde: kanadische Einbürgerungsurkunde und Beibehaltungsgenehmigung
  • ggf. Abmeldebestätigung des letzten Wohnsitzes in Deutschland

Urkunden, die in einer anderen Sprache als Deutsch oder Englisch verfasst sind, müssen mit Übersetzung vorgelegt werden.

*Das Konsulat kann keine Kopien anfertigen. Es sind vom Antragsteller 2 Sätze Kopien von allen erforderlichen Unterlagen mitzubringen.

Hinweis

Achtung
Achtung© dpa

Die folgenden Hinweise zur Namensführung nach deutschem Recht beziehen sich auf die häufigsten Routinefälle. Aufgrund der Komplexität des deutschen Namensrechts und der Vielfalt an möglichen Sachverhalten sind im Einzelfall Abweichungen möglich. Die Hinweise dienen lediglich zu Ihrer Orientierung und ersetzen nicht die individuelle Beratung. Die Auslandsvertretungen weisen außerdem darauf hin, dass die abschließende Entscheidung über Namenserklärungen im dafür zuständigen deutschen Standesamtes gefällt wird. Sollte Ihr Fall in den folgenden Hinweisen nicht abgedeckt sein, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Vertretung.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sämtliche Namenserklärungen sich nur auf den Nachnamen einer Person erstrecken. Die Vornamen einer Person werden bei Registrierung der Geburt in Deutschland oder im Ausland durch die Eltern festgelegt.

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