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Grußwort des Generalkonsuls

Artikel
Dr. Klaus Otto Schmidt, Generalkonsul
Dr. Klaus Otto Schmidt, Generalkonsul© GKChengdu/Schmidt

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist von „Ratatouille“, „Trüffelschwein“ und „Katzenjammer“ die Rede.

Es geht dabei nicht um die namensgleichen Filmprojekte, sondern um Schicksale von Restaurants und Cafés in ungewöhnlichen Zeiten.

Doch der Reihe nach. Die Tageszeitung „Rheinische Post“ berichtete kürzlich unter der Überschrift „Aus Kanada zurück in Düsseldorf“ von der Rückkehr des „verlorenen Sohnes“ und Gastronomen Sam Keshvari in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Keshvari  hatte sein Restaurant „Ratatouille“ in Düsseldorf aufgegeben und war noch vor der Corona-Pandemie nach Vancouver ausgewandert, um sich dort mit der Eröffnung eines Lokals gleichen Namens einen „Lebenstraum“ zu erfüllen. Emotional bleib er jedoch Düsseldorf verbunden. „Hier in Düsseldorf ist es total cool, Düsseldorf ist gut vergleichbar mit Vancouver“, zitiert das Blatt den Gastronomen. Insbesondere die Lage am Wasser-hier der Rhein, dort der pazifische Ozean- mache den Reiz beider Städte aus. Zander, Barsch und Wels gingen ihm in Deutschland ins Netz, in B.C. angelte er echten kanadischen Wildlachs.

Familiäre Gründen waren es schließlich, die Sam Keshwari bewogen, bereits nach sechs Monaten wieder an den Rhein zurückzukehren. Dort übernahm er kurz  vor dem zweiten Corona-Lockdown im Herbst 2020 das ehemalige Restaurant „Trüffelschwein“ mit Traumlage am Düsseldorfer Hafen. Der neue Name, wenig überraschend: „Ratatouille“.  Wenn der Lockdown in Düsseldorf endet und man wieder Gäste vor Ort bewirten kann, soll es dort mit der Neuauflage von „Ratatouille“ wieder richtig losgehen. Ich hoffe im August mir selbst ein Bild vor Ort machen zu können und bin gespannt, ob sich dort auf der Terrasse mit Hafenblick das „West Coast Feeling“ einstellt.

Wenn ich in meiner Nachbarschaft in West Point Grey spazieren gehe, komme ich regelmäßig am „Café Katzenjammer“ vorbei. Nicht nur der ungewöhnliche Namen sondern auch die deutschen Nationalfarben und die eindeutige Dekoration weckten schon bei den ersten Streifzügen mein Interesse: „Baden-Baden 8182 km“ steht z. B. auf dem Entfernungsanzeiger im Laden an der West 10th Avenue. Das Problem: das Café ist nie geöffnet, zumindest seit 2018 nicht. Auf Theke und Tischen stapelt sich „Geschäftliches“, ansonsten gespenstische Ruhe. Über die Gründe des Stillstandes konnte mir bislang niemand profunde Auskunft geben. Wie schön wäre es, wenn man hier in Universitätsnähe einen deutschen Treffpunkt hätte, ein Café mit kleiner Bibliothek und Leseecke, deutschen Zeitschriften etc.  Ein kleines „Goethe-Institut“ sozusagen. Es wäre jammerschade, wenn das „Café Katzenjammer“  weiter vor sich hin dämmerte. Wie wäre es mit einem Comeback à la Ratatouille? Was meinen Sie?

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Klaus Schmidt

 

 



Lebenslauf


Dr. jur. Klaus Schmidt
Geboren am 27. November 1956 in Würzburg,
verheiratet, zwei Kinder


1976 - 1981

Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg

1981
1. Jur. Staatsexamen
1981 - 1984

Rechtsreferendariat

1984
2. Jur. Staatsexamen Würzburg/München
1991

Promotion zum Dr. jur. utriusque

1985 - 2003

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Bonn/Berlin


Verwendungen im Auswärtigen Amt

1987 - 1988

Generalkonsulat Los Angeles, Pressereferat

1991 - 1995

Botschaft Ottawa, Leiter Pressereferat, Rechts- und Konsularwesen

2003 - 2005
Berlin, Leiter Referat K 01 (Grundsatzfragen der Politischen         Öffentlichkeitsarbeit Ausland)
2005 - 2008

Botschaft Tokio, politisches Referat

2008 - 2011

Berlin, Leiter der Referate 603 und 608, Kultur- und Kreativwirtschaft    bzw. Kommunikation Ausland

2011

Botschaft Tokio, Leiter Kulturreferat

2012 - 2015

Botschaft Buenos Aires, Leiter Wirtschaft/Wissenschaft
Ständiger Vertreter des Botschafters

2015-2018
Generalkonsulat Chengdu, Generalkonsul
seit 08/2018
Generalkonsulat Vancouver, Generalkonsul


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