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Erwerb durch Einbürgerung

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Die deutsche Staatsangehörigkeit kann auch durch Einbürgerung erworben werden. Eine Einbürgerung von Antragstellern, die nicht in Deutschland leben, ist allerdings nur im Ausnahmefall möglich.

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Grundsätzlich sieht das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht die Einbürgerung für Personen vor, die seit mehreren Jahren in Deutschland leben.

Darüber hinaus setzt die Einbürgerung in aller Regel voraus, dass der Bewerber seine bisherige Staatsangehörigkeit aufgibt. Ausnahmen bestehen, wenn der Einzubürgernde Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der EU oder der Schweiz ist oder wenn es sich um eine Einbürgerung im Rahmen der Wiedergutmachung handelt.




In folgenden Ausnahmefällen ist eine Einbürgerung auch möglich, wenn der Antragsteller im Ausland lebt:

Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die deutsche Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen wurde, haben einen Anspruch auf Einbürgerung. Das glei­che gilt auch für die Nach­kom­men die­ser Personen (Kinder, Enkel, Urenkel etc.), wenn diese oh­ne die da­ma­li­ge Aus­bür­ge­rung Deut­sche ge­wor­den wä­ren.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

(in englischer Sprache)

Für Personen, die nach dem 23.05.1949 und vor dem 01.01.1975 als Kind einer deutschen Mutter und eines ausländischen Vaters geboren sind und deren Eltern bei der Geburt verheiratet waren, gibt es die Möglichkeit einer Einbürgerung auch aus dem Ausland. Voraussetzung für die Einbürgerung sind u.a. sehr gute deutsche Sprachkenntnisse und weiter bestehende enge Bindungen an Deutschland.

Der Antrag auf Einbürgerung ist über die zuständige deutsche Auslandsvertretung beim Bundesverwaltungsamt zu stellen. Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Für Personen, die nach dem 23.05.1949 und vor dem 01.07.1993 als Kind eines deutschen Vaters und einer ausländischen Mutter geboren sind und deren Eltern bei der Geburt nicht verheiratet waren, gibt es die Möglichkeit einer Einbürgerung auch aus dem Ausland wenn die Vaterschaft auch nach deutschem Recht wirksam anerkannt wurde. Voraussetzung für die Einbürgerung sind u.a. sehr gute deutsche Sprachkenntnisse und weiter bestehende enge Bindungen an Deutschland.

Der Antrag auf Einbürgerung ist über die zuständige deutsche Auslandsvertretung beim Bundesverwaltungsamt zu stellen. Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Ehemalige Deutsche, die vor weniger als 12 Jahren eine ausländische Staatsangehörigkeit auf Antrag erworben haben ohne im Besitz einer gültigen Beibehaltungsgenehmigung zu sein und damit ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben, können einen Antrag auf Wiedereinbürgerung stellen. Voraussetzung für die Wiedereinbürgerung sind u.a. sehr gute deutsche Sprachkenntnisse und enge Bindungen an Deutschland.

Der Antrag auf Einbürgerung kann über die zuständige deutsche Auslandsvertretung oder direkt beim Bundesverwaltungsamt gestellt werden. Das Verfahren ist gebührenpflichtig.

Personen, die durch den Erwerb der Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz die deutsche Staatsangehörigkeit verloren und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Europäischen Union oder der Schweiz haben, können nach § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) wieder eingebürgert werden. Das gilt auch für minderjährige Kinder, die mit einem Elternteil zusammen eingebürgert werden sollen.

Der Antrag auf Einbürgerung ist über die zuständige deutsche Auslandsvertretung beim Bundesverwaltungsamt zu stellen. Das Verfahren ist gebührenpflichtig.


Weiterführende Informationen, Merkblätter und Antragsformulare finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes:

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